Firmengeschichte

 

Geschäftliche Entwicklung der Firma Fremerey:

10/1978 Kauf des seit 1974 existierenden Damen-Oberbekleidungsgeschäft „Damenkommode“ Erlkamer Str. 4, Holzkirchen

14.02.1979 Beginn und Neueröffnung der „Damenkommode“ mit Frau Renate, die bis zum heutigen Tag die Seele des Geschäftes ist. Multilabel-Fachgeschäft für Damenoberbekleidung mit Trachten-Abteilung.

26.01.1979 Heirat von Renate und Thomas Fremerey

1987 Einführung eines EDV-Warenwirtschaftssystems

1989 Eröffnung der ersten Filiale in Holzkirchen. „ella young fashion“ am Oskar-von-Miller-Platz 1 Erfolgskonzept: Verkauf von junger Damenmode mit nur 2 Top-Fabrikanten.

12/1991 General-Umbau der Geschäftsräume in der Erlkamer Str.

01/1992 Neueröffnung mit neuer Sortimentsstruktur und Umfirmierung des Hauptgeschäfts in „Mode Fremerey“

09/1994 Neueröffnung der Filiale „Mode Fremerey“, Frühlingstr.15 in Miesbach. Dependance zum Hauptgeschäft in Holzkirchen

1995 Einführung Scannerkassen für Stichcode, Zentralauszeichnung, etc.

10/1997 Neueröffnung der Filiale „ella young fashion“ Stadtplatz 3 in Miesbach. Erfolgskonzept wie in Holzkirchen mit 2 Fabrikanten

12/1999 Generalumstellung der EDV auf Windows/NT mit neuem WWS (Warenwirtschaftssystem)

08/2003 Filialschließung Miesbach Mode Fremerey

2005 Einführung EDI / EDIFAKT

03/2007 Filialeröffnung CBR Companies, Obermarkt 29, Wolfratshausen. Franchisekonzept, Multilabel-Fachgeschäft von 3 Fabrikanten

02/2012 Kündigung des Franchisevertrages CBR Companies, Wolfratshausen

03/2012 Neueröffnung nach Räumungsverkauf und anschließendem Umbau in Wolfratshausen, Obermarkt 29 der 3. ella young fashion Filiale

05-07/2012 Räumungsverkauf im Stammhaus Mode Fremerey, Erlkamer Str.4

08/2012 Neueröffnung Stammhaus Mode Fremerey, Münchner Str.7b in zentraler Lage

 

12/2015 Schließung der Filialen ella young fashion in Holzkirchen und Miesbach

 

01/2017 Schließung der Filiale ella young fashion in Wolfratshausen

 

 


Historie und Vorfahren
 

Max Fremery praktizierte in den Werkstätten der damaligen Rheinischen Eisenbahn in Köln und bei den Hochofen- und Stahlwerken des Hörder Vereins. Das anschließende Studium der Chemie beendete er in Freiburg im Breisgau mit der Promotion. Als Chemiker war er dann unter anderem in England tätig.
1883 befaßte sich Fremery in der Electriciteits Maatschappij in Rotterdam mit der Entwicklung des Glühfadens. Mitte der 80er Jahre übernahm er mit Ingenieur Johann Urban (1863–1940), einem gebürtigen Österreicher, den er in Rotterdam kennengelernt hatte, die technische Leitung einer Glühlampenfabrik in Gelnhausen.

Dr. Max Fremery (links) 1906


1891 gründeten Fremery und Urban mit dem Solinger Fabrikanten Hermann Heuser und zwei Brüdern Fremerys als Kapitalgebern die Rheinische Glühlampenfabrik Dr. M. Fremery & Co. Commanditgesellschaft in Oberbruch Kreis Heinsberg. Seit Mitte der 90er Jahre beschäftigten sich Fremery und Urban mit der Kunstfaserentwicklung.


1897 meldeten der Chemiker Dr. Max Fremery und Ingenieur Johann Urban ihr Verfahren, Fäden aus in Kupferoxid-Ammoniak gelöster Zellulose herzustellen, zum Patent an. Dies war die Geburtsstunde der deutschen Kunstseide.
Fremery und Urban verwendeten ihre Kupferseide zunächst als Glühfäden in ihrer Glühlampenfabrikation. Wie es der Zufall so bei Erfindungen will, war es auch bei Dr. Fremery so. Seiner Frau gefielen die wunderbar glänzenden und ecru-farbenen Kupfer-Kunstseiden-Spulen so gut, dass sie sie mit nach Hause nahm und anfing kleine Untersetzerdeckchen zu häkeln. Dies war der erste Schritt, um in die Textilindustrie einzusteigen. 
Zu diesem Zweck gründeten Fremery und Urban den ersten Produktionsbetrieb in Oberbruch. Wichtigster Abnehmer der Kupferseide wurde nun die bergische Besatzindustrie. Rasch erkannten sie das weitere Potential der Kunstseide, erwarben 1911 das Viskose-Patent und brachten es zur Produktionsreife. Nach einem Jahr umfaßte die Belegschaft schon 700 Personen. Unternehmungen in Frankreich und Österreich erwarben 1899 die Lizenz zur Anwendung des Fremery-Urban-Verfahrens.

 

1899 wurde die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG gegründet, die Fremerys Ideen im Großen verwirklichte und rasch zu einem der bedeutendsten Unternehmen dieses Industriezweiges in der ganzen Welt aufstieg. Firmensitz war Elberfeld.


1902 schließen Fremery und Urban ihre Glühlampenfabrik.


1911 erwarben die Vereinigten Glanzstoff-Fabriken das Viskose-Patent und brachten es in Oberbruch zur Produktionsreife.


1912 schied Dr. Max Fremery aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand der Glanzstoff-Fabriken AG aus.


Die ursprüngliche Kupferseide wurde 1916 ganz aus dem Programm genommen. Während des Ersten Weltkrieges war Oberbruch das einzige Glanzstoff-Werk, das trotz sinkender Nachfrage und wegen des Mangels an Arbeitskräften nur eingeschränkt weiterarbeitete. Rohstoffmangel zwang die Kunstseidenindustrie, völlig neue Wege zu gehen. Stapelfaser als Ersatz für Baumwolle hieß das neue Produkt, auf Stapellänge geschnittene Abfälle künstlicher, endlos spinnbarer Fäden.


1916 wurde in Oberbruch die erste Stapelfaserspinnmaschine in Betrieb genommen, eine Entwicklung des Chemikers Emil Bronnert und des Ingenieurs Eduard Boos.

Die positive Entwicklung hielt nicht lange an. Die Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 1930er Jahre traf das Glanzstoff-Werk in Oberbruch mit aller Härte. Die sinkende Nachfrage zwang zu umfangreichen Entlassungen. Auf dem Höhepunkt der Krise, im Jahre 1932, arbeiteten 2.200 Menschen im Werk, im Vergleich zu 6.300 im Jahre 1925. Rationalisierung war das Gebot der Stunde. Einzige Neuerung war im Jahr 1932 die Einführung von perforierten Aluminiumwalzen, um noch größere Gespinste herstellen zu können. Für lange Jahre war dies die letzte Produktionserweiterung. Die strategische Wirtschaftsplanung der nationalsozialistischen Regierung untersagte Investitionen und Betriebserweiterungen in grenznahen Regionen. Das Werk Oberbruch übernahm von nun an die Rolle des Versuchs- und Entwicklungswerkes für die gesamte Glanzstoff-Gruppe, womit die Keimzelle der Forschung der Nachkriegsjahre gelegt wurde.

1935 wurden die ersten Versuche zur Herstellung von RT-Seide (für Reifen und Triebriemen) unternommen.

1937 wurde eine Versuchsanlage zum kontinuierlichen Spinnen, Waschen und Trocknen von Viskoseseide in Betrieb genommen und ein Verfahren zur Rückgewinnung von Schwefelkohlenstoff in der Zellwollanlage entwickelt.Seine schwersten Jahre erlebte das Glanzstoff-Werk Oberbruch während des Zweiten Weltkriegs. Bis zum September 1944 arbeitete die Fabrik ohne größere Störungen durch, doch am 19. September, an dem das Werk 45 Jahre alt wurde, mussten alle Maschinen gestoppt werden, Oberbruch war in den Bereich der Front geraten. Nach dem Ende des Krieges erteilten die Alliierten im Februar 1947 die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Produktion, Ende 1948 arbeiteten wieder 3.400 Menschen bei Glanzstoff. Im Dezember 1951 wurde die erste KVS-Maschine für kontinuierliches Viskose-Spinnverfahren aufgestellt, die das Glaswalzen-Spinnverfahren ersetzen sollte.
1953 wurde die letzte Glaswalzenspinnmaschine abgestellt.