Beim Waschen Ihrer Textilien sollten Sie folgende Punkte beachten:
 

  1. Wäsche nicht zu stark verschmutzen, sondern eher häufiger waschen.
  2. Schmutzwäsche luftig und nicht zu lange lagern.
  3. Wäsche nach Behandlungsstufen (Pflegeetiketten) vorsortieren. (Synthetics und Mischungen nicht zusammen mit kochfester Baumwolle oder Leinen waschen.)
  4. Farbige Wäsche nach Möglichkeit in helle und dunkle Teile trennen.
  5. Farbige, neue Textilien bei der ersten Wäsche getrennt waschen.
  6. Wäschetrommel bei trockenem Waschgut locker und ganz befüllen, große und kleine Teile mischen, bei nassem Waschgut nur halb befüllen.
  7. Waschmitteldosierung genau nach Anleitung vornehmen (Verschmutzungsgrad und Wasserhärte berücksichtigen). Bei starker Verschmutzung Waschmittelzugabe erhöhen. Eine zu geringe Waschmitteldosierung führt zur Vergrauung der Wäsche. Ablagerungen auf Textilien und Waschmaschinenteilen verkürzen deren Lebensdauer (bei zu hoher Waschmitteldosierung).
  8. Anwendung von Pflegeleichtprogrammen oder Schonwaschprogrammen, soweit diese empfohlen werden. ( _ „Balken“ unter Waschsymbol)
  9. Wollartikel nur dann maschinell waschen, wenn eine entsprechende Pflegeanleitung dies erlaubt.
  10. In jedem Fall besondere Hinweise in der Pflegeanleitung beachten.


     

Die Waschsymbole und ihre Bedeutung:


1. Waschen

Okay, das ist simpel: Wenn Sie diese Symbole finden, dürfen Sie unbesorgt das Wäschestück in die Waschmaschine werfen (Normalwaschgang). Die Grad-Zahlen sind auch klar: bis 40° Buntwäsche, bis 60° weiße/helle Wäsche (oder Handtücher). 95° wird bei den heutigen Waschmitteln weniger benutzt. Wenn der Einstellungsknopf Ihrer Waschmaschine nach "60°" ein "E" besitzt (für "Energiesparmodus"), ist das eine ideale Sache für Kochwäsche. (weiße Bettwäsche und weiße Unterwäsche)


Ein Strich unter dem Zeichen bedeutet "Schonwaschgang" - also für empfindliche Stoffe (manchmal sind es auch zwei Striche für "Spezial-Schonwaschgang").

 


"Handwäsche". Nein, damit ist nicht gemeint, dass Sie sich vor dem Wäschewaschen die Hände säubern sollen. Vielmehr bedeutet dies, dass Sie nicht die Waschmaschine benutzen dürfen (sondern mit der Hand im Spülbecken, Badewanne usw. das Kleidungsstück waschen). Oder: Viele Waschmaschinen haben ein spezielles 30° Wollwaschprogramm!



Bei diesem Zeichen haben Sie Glück! Sie dürfen nämlich gar nicht erst selbst waschen, sondern müssen das Stück z. B. zur Reinigung bringen.


2. Reinigen


Zeichen in einem Kreis sind für die Reinigung bestimmt. Die Buchstaben sind Hinweise auf Lösungsmittel - Ihre Reinigung wird sie schon zu deuten wissen.
Und für die Profis:
A: alle Reinigungsmittel, P: Perchloräthylen, F: Benzin, (Fuel); _: Schonreinigen.



Tja, hier können wir uns den Weg zur Reinigung sparen - dieses Stück darf nämlich gar nicht erst gereinigt werden.


3. Bügeln


Erinnert Sie dieses Symbol an ein Bügeleisen? Super, denn da liegen Sie richtig! Evtl. hat der Einstellring auf Ihrem Bügeleisen auch solche Punkte (wahrscheinlich noch mehr Zeichen, die aber nur verwirren). Je weniger Punkte, desto schwächer die Temperatur, die Sie verwenden sollten:
3 Punkte - bis 200° (Baumwolle, Leinen)
2 Punkte - bis 150° (Wolle, Seide, Polyester, Viskose)
1 Punkt - bis 110° (Polyacryl, Polyamid, Acetat)



Und wieder Bingo! Ruhigen Gewissens können Sie sagen, dass Sie ja gerne Ihr Wäschestück selbst bügeln würden - aber dieses Zeichen verbietet es Ihnen (Tipp: Bereits beim Kauf auf das Etikett achten!).

 

4. Trockner


Okay, die Zeichen erinnern eher an Steckdosen. Es wäre aber ausgesprochen unklug, eine Verbindung zwischen Ihrem nassen Wäschestück und der Steckdose herzustellen (auch wenn Sie gerne mit dem Lockenstab spielen). Nein, damit sind Wäschetrockner gemeint.
Zwei Punkte = normale Temperatur, ein Punkt = reduzierte Temperatur.



Und hier müssen Sie wieder zur guten alten Leine greifen - denn dieses Wäschezeichen bedeutet: "Nicht in den Trockner geben".


5. Und noch ...


Chlorbleiche ist erlaubt. Meist verwendet  in den USA (ersetzt die Kochwäsche), bzw. für Gewerbewäsche.



Raten Sie! Yep - Chlorbleiche ist nicht erlaubt.


 

Was sollten Sie bei der Tumbler-Trocknung beachten?

  1. Wäsche vor der Trocknung gut entwässern.
  2. Trockentrommel nicht überfüllen, unbedingt Bedienungsanleitung des Maschinenherstellers beachten.
  3. Nur Teile mit gleich langer Trocknungsdauer zusammen trocknen.
  4. Baumwolle und Synthetics getrennt trocknen.
  5. Keine formempfindlichen Teile im Tumbler trocknen.
  6. Grundsätzlich neigen Baumwollartikel zur Schrumpfung, Wolle zur Verfilzung, Gardinen zum Knittern, Seide und Polyacryl zu Hitzeschäden. Ohne ein eindeutiges Pflegesymbol sollten diese Artikel nicht im Tumbler getrocknet werden.

 


Wie können Sie welchen Fleck entfernen?

Blut
Am besten beseitigt man Blut, indem man es mit kaltem Wasser auswäscht. Ältere Blutflecken werden erst mit Salz- oder Sodawasser behandelt, anschließend in lauwarmem Seifenwasser ausgewaschen.

Druckerschwärze  
Es ist schwer, Druckerschwärze zu entfernen. Am besten nehmen Sie Terpentin, mit dem Sie vorsichtig die Stelle bearbeiten.  

Eiflecken
Frische Eiflecken verschwinden mit Salz, das man einwirken lässt. Später mit klarem Wasser kräftig nachspülen.

Fett
Fettflecken verschwinden randlos, wenn man sie dick mit Kartoffelmehl bestreut und den Belag nach 15 Minuten abbürstet.

Fett auf Leder
Fettflecken auf Leder lassen sich durch sofortiges Abreiben mit ein wenig geschlagenem Eiweiß entfernen.  Bzw. bei farblosem Fett auf Velourleder einfach einziehen lassen, der Fleck verschwindet nach gewisser Zeit meistens von selbst.

Grasflecken
Streuen Sie Backpulver auf den Fleck. Einwirken lassen und dann ausbürsten.
(Backpulver hilft auch bei „stinkenden“ Schuhen!!  Einfach reinstreuen, ein paar Tage stehen lassen, aussaugen oder klopfen und fertig!!  Ausprobieren!!)

Joghurt
Warten Sie bis der Joghurt ausgetrocknet ist. Dann können Sie ihn ausbürsten.

Kaffee
Frische Kaffeeflecken wäscht man mit Salzwasser aus. Sie können die Flecken auch mit kalter Milch einreiben und mit normalem Seifenwasser nachwaschen.

Kaugummi
Sind Kleidungsstücke mit Kaugummi verklebt, legt man sie ins Gefrierfach. Danach lässt sich der gefrorene Kaugummi leicht abkratzen oder abbrechen.

Kugelschreiber
Trockene Kugelschreiberflecken gehen beim Waschen wieder heraus, wenn man sie vorher gründlich mit Haarspray einsprüht. Kugelschreiberflecken in Wollsachen kann man auch mit einem Wattebausch zu Leibe rücken, den man in Kölnisch Wasser getaucht hat.

Obst
Kirsch-, Erdbeer oder Blaubeerflecken in Kleidungsstücken? Einfach in saure Milch legen, einwirken lassen und warm auswaschen.

Rotwein
Rotweinflecken lassen sich mühelos von Stoffen entfernen, wenn man auf den noch feuchten Fleck etwas Salz streut, durchziehen lässt und auswäscht. Wichtig: am besten Rotweinfleck nicht eintrocknen lassen.

Ruß
Rußflecken, z.B. von Kerzen, dürfen nie angefeuchtet werden. Sie werden statt-dessen dick mit Salz bestreut. Rußflecken in Teppichen können Sie mit Rasierschaum bedecken. Kurz einwirken lassen und abreiben.

Schokolade
Schokoladenflecken werden zunächst mit lauwarmem Seifenwasser ausgerieben, danach klar ausgespült, mit Zitronensaft beträufelt und noch einmal gründlich ausgespült.

Schweiß
Schweißflecken in leichter Sommerkleidung lassen sich am besten mit reinem Essig auswaschen. Ist der Fleck in Seide, können Sie ihn mit Spiritus ausreiben.

Sengfleck
Haben Sie beim Bügeln ein Kleidungsstück angesengt, legen Sie eine rohe, geschälte Zwiebel etwa zehn Minuten lang auf die beschädigte Stelle.

Tee
Frische Teeflecken reibt man sofort mit Sahne ein und wäscht mit Seifenwasser nach.

Tinte
Wird Tinte mit etwas Milch eingerieben, die man dann trocknen lässt und mit lauwarmer Seifenlauge ausreibt, ist der Fleck weg.
Wenn Sie einen Fleck mit einer Chemikalie oder einer Paste behandeln wollen, sollten Sie dies grundsätzlich erst an einer unauffälligen Stelle (z.B. Innen am Saum) ausprobieren, bevor Sie den Fleck behandeln. Damit vermeiden Sie, das Teil eventuell noch mehr zu beschädigen.